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„170 Tage in Nanking“ erzählt die Rettung hunderttausender chinesischer Zivilisten während des Japanisch-Chinesischen Krieges 1937/38 durch eine kleine Gruppe internationaler Einwohner Nankings, allen voran der deutsche Geschäftsmann John Rabe.

Obwohl er NSDAP-Parteimitglied war, handelte Rabe pazifistisch und gilt seitdem als Chinas Oskar Schindler. Tang Jianpings Oper würdigt die bewegenden und authentischen Geschehnisse der jüngeren Geschichte Chinas und John Rabes Rolle als humanitärer Retter durch die Errichtung einer Sicherheitszone.

Das Jiangsu Centre for Performing Arts präsentiert „170 Tage in Nanking“ erstmals auf Europa-Tournee.

„Die eigentliche Stärke der Oper liegt in der Partitur von Tang Jianping, die mit subtilen Zitaten von Bach echte emotionale Tiefe besitzt.“ (Financial Times)

2009 verfilmte Florian Gallenberger Rabes bewegende Geschichte, mit Ulrich Tukur in der Hauptrolle.

Der zeitgenössischen Musik eilt der Ruf voraus, für das „Durchschnittsohr“ manchmal sperrig und unzugänglich zu klingen. Auf die Komposition der Oper „Die Tagebücher von John Rabe“ von Tang Jianping trifft dieses Urteil nicht zu. Meisterhaft schuf Tang in diesem Werk einen breiten, eingängigen Orchestersound, der Assoziationen mit der Romantik ebenso wie mit klassischer Filmmusik hervorruft und von melodischen Gesangslinien begleitet wird.

In seiner „Opernglas“-Rezension einer Pekinger Aufführung lobte Stephan Burianek die gesangliche Qualität als „überaus erfreulich“, das Orchester unter dem Dirigenten Xu Zhong, der Direktor des Schanghaier Opernhauses ist, klinge zudem „hervorragend und äußerst präzise“. Diese Produktion zeuge, so der Kritiker weiter, von jenem „beachtlichen Qualitätsniveau“, das Chinas Opernhäuser mittlerweile zu erreichen imstande sind.